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FabLab Lübeck

Montag bis Freitag10 - 17 Uhr

FabLab-Führerschein mit der Paul-Klee-Schule Lübeck

25 Viertklässler:innen der Paul-Klee-Schule haben im FabLab erlebt, wie aus Ideen echte Dinge werden. Fünf Stationen, fünf Stunden, viele Aha-Momente.

Zwei Mädchen halten lachend ihre FabLab-Führerscheine in die Kamera

Am 11. November 2025 waren 25 Viertklässler:innen der Paul-Klee-Schule bei uns im FabLab Lübeck zu Gast. Im Rahmen unseres „FabLab-Führerscheins“ haben sie erlebt, wie aus Ideen echte Dinge werden.

Fünf Stunden lang wurde in mehreren Gruppen mit Unterstützung des FabLab-Teams gestaltet, ausprobiert, gestaunt, gefragt, gelacht und konzentriert gearbeitet. Genau so stellen wir uns einen ersten Zugang zu digitalem Gestalten und handwerklichem Arbeiten vor: spielerisch, aber fokussiert, sicher in der Praxis und kreativ, mit sichtbaren Ergebnissen.

Porträt von Marco Gabrecht

„Das FabLab stellt mit diesem Projekt nicht nur Räumlichkeiten und Maschinen zur Verfügung. Unser Team vermittelt zusätzlich Know-how, das in den Schulen häufig nicht vorhanden ist.“

Marco GabrechtVorstandsvorsitz FabLab Lübeck e.V.

Was ist der FabLab-Führerschein?

Der FabLab-Führerschein ist ein altersgerechtes Workshop-Format für Grundschulklassen. Es führt Kinder Schritt für Schritt an Werkzeuge, Maschinen und digitale Gestaltung heran. Im Mittelpunkt steht nicht die Theorie, sondern das Tun: Die Kinder arbeiten in Kleingruppen an mehreren Stationen. Jede Station vermittelt ein Grundprinzip, zum Beispiel „Idee entwickeln“, „digital umsetzen“, „Material bearbeiten“ oder „Ergebnis überprüfen“.

So entsteht eine Lernumgebung, in der Kinder digitale Technik nicht nur konsumieren, sondern aktiv nutzen und verstehen.

Digitales und analoges Arbeiten

Mit dem FabLab-Führerschein verbinden wir digitales Konstruieren und Programmieren mit handwerklichen Fähigkeiten. Am Computer wird zuerst gestaltet, konstruiert oder programmiert, in späteren Arbeitsschritten entstehen daraus Objekte. Aus analogen Zeichnungen werden zum Beispiel digitale Vorlagen für den Lasercutter und daraus wiederum Objekte aus Holz.

Ablauf: Lernen in fünf Stationen

Damit alle Kinder möglichst viel ausprobieren konnten, arbeiteten sie in Kleingruppen im Rotationsprinzip. Jede Gruppe durchlief fünf Stationen. Überall galt: anfassen, ausprobieren, Fragen stellen, gemeinsam Lösungen finden.

Begreifen im wörtlichen Sinn

Kinder in diesem Alter bringen eine natürliche Neugier und eine enorme Lernbereitschaft mit, wenn sie etwas direkt in der Hand haben und Ergebnisse sehen. Der FabLab-Führerschein fördert dabei Kompetenzen, die über den Technikunterricht hinausgehen. Dazu kommt die für Schülerinnen und Schüler ungewohnte, entspannte Atmosphäre im FabLab mit einem motivierten und zugewandten Team. Das erweitert die Lerninhalte der Schule und setzt neue Impulse, auch für die Lehrkräfte, die dabei sind.

Porträt von Stefan Neumann

„Wenn ein Kind seine eigene Zeichnung als Holzfigur aus dem Lasercutter holt, wird Technik plötzlich greifbar. In diesem Moment geht es nicht mehr um Maschinen, sondern um die eigene Idee, die Wirklichkeit geworden ist. Genau dieses Gefühl wollen wir mitgeben.“

Stefan NeumannDipl.-Designer (FH)

Warum Dinge erschaffen in der 4. Klasse wichtig ist

Kinder im Grundschulalter profitieren besonders davon, wenn Lernen über Handeln passiert. Hier wird die Verbindung von Greifen und Begreifen deutlich: Was die Kinder selbst in den Händen halten und herstellen, verstärkt den Lerneffekt. Das Erschaffen von Dingen fördert mehrere Entwicklungsbereiche gleichzeitig:

  1. Kognitive Entwicklung: Beim Planen, Entwerfen und Überarbeiten trainieren Kinder Arbeitsgedächtnis, Konzentration und logisches Denken. Sie erleben Ursache und Wirkung direkt: Eine kleine Änderung am Entwurf hat eine sichtbare Auswirkung auf das Ergebnis.
  2. Motorik und Wahrnehmung: Gestalten, Schneiden, Kleben, Pressen und feines Arbeiten stärken Feinmotorik und Hand-Auge-Koordination. Das ist eine wichtige Grundlage für viele Lernprozesse, auch außerhalb der Technik.
  3. Emotionale Entwicklung und Selbstwirksamkeit: Ein selbst geschaffenes Werkstück macht stolz. Kinder erleben, dass Anstrengung sich lohnt, auch wenn nicht alles beim ersten Versuch klappt. Das stärkt Frustrationstoleranz und das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten.
  4. Soziale Entwicklung: In der Werkstatt wird Zusammenarbeit ganz praktisch: absprechen, Rollen finden, sich gegenseitig helfen, Regeln beachten. Das stärkt soziale Kompetenz und Verantwortungsgefühl.

Unterstützung durch Fachleute

Das Team, das den FabLab-Führerschein in Absprache mit Pädagog:innen entwickelt hat und durchführt, bringt Fachwissen und eine gute Portion Empathie mit: ein Gespür dafür, was Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse aufnehmen können und wo ihre Stärken liegen. Dazu kommt unsere sprichwörtliche Hands-on-Mentalität.

Wer Dinge erschafft, lernt nicht nur Technik. Kinder erleben sich selbst als handelnde, kreative und kompetente Gestalter:innen. Das macht den Tag zum Erlebnis und stärkt die Lust am Lernen.

Ein Tag voller Aha-Momente

Die Veranstaltung am 11. November 2025 hat gezeigt, wie gut das Format für 4. Klassen funktioniert. Die Kinder waren konzentriert bei der Sache, haben sich gegenseitig motiviert und konnten am Ende mit eigenen Ergebnissen nach Hause gehen. Genau das ist der Kern des FabLab-Führerscheins: Technik verständlich machen, Kreativität ermöglichen und Selbstwirksamkeit stärken.

FabLab-Führerschein für Eure Schule

Ihr möchtet den FabLab-Führerschein mit Euren 4. Klassen machen? Meldet Euch bei uns: Wir klären Ablauf, Gruppengröße und Termine und passen das Format an Eure Schule an. Die Anfrage ist unverbindlich.

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